Unser bevorstehendes 50stes Fotoshooting haben wir zum Anlass genommen, unseren Hausfotografen Steve zu interviewen. Beheimatet in Lüdenscheid im beschaulichen Sauerland, ist Steve ein Teil der BARBOZA Geschichte und seit Tag 1 dabei. Erfahrt im Interview mehr über unsere Zusammenarbeit und erhaltet Tipps zur Fotografie.

Du arbeitest mit BARBOZA seit 5 Jahren in fast 50 Shootings. Was war die Beste und die schlimmste Erfahrung in dieser Zeit?

50? Krass…! Schlimm kann ich sagen, aber die anstrengendste Erfahrung war mit Sicherheit das erste Shooting. Drei Leute von BARBOZA, die noch keinen Plan hatten, wie was läuft und dann auch noch „Sie“ zu mir sagen… Bei den 49 Shootings danach wurde es von mal zu mal besser… und ich glaube mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team. Da BARBOZA mittlerweile regelmäßig für gute Erfahrungen sorgt, kann man gar nicht genau sagen, was die Beste war. Highlight bis jetzt mit Sicherheit unser Shooting in Portugal und natürlich das Shooting für die letzte Kollektion in Miami. Nicht nur aus fotografischer, sondern auch aus persönlicher Sicht ein Highlight. Schön, ein Teil der BARBOZA Geschichte zu sein!

blog_studiosteve_01Lino im Landschaftspark Duisburg

Gab es lustige Situation während der Shootings? 

Das Wichtigste für mich bei der Arbeit als Fotograf ist zwar in erster Linie das Ergebnis, aber direkt danach kommt der Spaß. Ohne lustige Situationen hätte es wohl keine 50 Shootings mit mir als Fotograf gegeben. Neben dem Erfolg ist das Spaßkonto das Wichtigste im Leben… und da macht das Team einen tollen Job.  

Eine erst im Nachhinein sehr lustige Situation war mit Sicherheit das Shooting mit Ayden in Los Angeles. Ich war sowieso in Kalifornien unterwegs als BARBOZA die spontane Idee  hatte…“dann mach doch direkt ein kleines Shooting für uns!“. Nachdem Ayden gebucht wurde, mussten wir uns nur noch treffen um 2 Std. am Venice Beach zu fotografieren. Also warten drei Biker (meine Kollegen und ich) in dreckigen und stinkenden Klamotten nach einer 2000km Reise am Strand auf das Model. Ich weiß nicht genau, was sie dachte als sie uns sah…aber  ganz geheuer war es ihr glaube ich nicht wirklich. Naja, Ende gut…Fotos gut…und jede Menge Spaß gehabt!

blog_studiosteve_03Ayden in LA

Wie kamst du zur Fotografie?

Ich bin seit 15 Jahren Fotograf. Da mein Gedächtnis nicht das Beste ist…kann ich das gar nicht mehr so genau sagen. Aber das Leben besteht ja bekanntlich aus Zufällen und das war ein sehr glücklicher, denn ich liebe es bis heute.

blog_studiosteve_02Gregori in Portugal

Was war deine erste Kamera?

Ich war und bin Canon Mann. Meine erste Kamera hab ich mir vom Allerwertesten abgespart. Damals zu Beginn der Digitalfotografie war das Ding unglaublich teuer und konnte mit 8 Megapixeln das, was heutige Smartphones können!

Womit fotografierst du jetzt? 

Wir haben über die Zeit eine ganze Menge an Kameras angehäuft. Wir arbeiten bei Videoproduktionen mit anderen Kameras als bei Fotoproduktionen. Unser Arbeitstier ist dabei aber die Canon 5Dsr, eine unglaublich geile Kamera. Daneben gibt es dann noch 2-3 Reserve Geräte…man weiß ja nie.

Arbeitest du alleine oder im Team? 

Fotografie ist immer Teamarbeit. Zur zeit ist Max unser Assistent. Alles alleine zu machen wäre mittlerweile fast unmöglich. Der Gute kümmert sich neben Making Of mittlerweile  fast komplett um die Bildbearbeitung bei BARBOZA. Hände hoch für Max!

Was macht ein gutes Model aus? 

Ein gutes Model weiß, was vor der Kamera zu tun ist. Das hat in der Regel einfach etwas mit Sicherheit zu tun. Die meisten Menschen fühlen sich vor der Kamera sehr unwohl. Das macht es schwieriger, aber nicht unmöglich. Fotograf und Model müssen gut zusammenarbeiten und bestmöglich auf einer Wellenlänge sein. Eine gute Atmosphäre macht es allen leichter sich wohl zu fühlen. Da hat BARBOZA die letzten Jahre viel für getan! Neben einer guten Location, gutem Catering am Set und guter Stimmung ist das Model von daher das wichtigste für gute Ergebnisse.

blog_studiosteve_04Natalie im Studio Steve

Wie war es, Klitschko zu Fotografieren? 

Kurz aber gut! Es kommt immer mal wieder vor, dass wir kleine und große Berühmtheiten vor der Kamera haben. Wladimir Klitschko durften wir insgesamt drei mal für seinen damaligen Sponsor Warsteiner fotografieren. Das spannendste Shooting war dabei mit Sicherheit während der Vorbereitung auf einen Kampf im Trainingslager in Österreich. Unglaublich mit welcher Disziplin und Akribie er sich auf eine halbe Stunde Boxkampf vorbereitet. Ein sehr sympathischer Kerl, vor dem ich aber nie Angst hatte. Ich bin etwas größer und schwerer als er… außerdem ist er mittlerweile ja auch aus der Übung!

Bei so viel Arbeit in der Sportwelt. Warum hast du immer noch nicht mit Sport angefangen?

Frechheit diese Frage! Ich bin ziemlich gut in Yoga, Tischtennis, Basketball und Bierpong. Übrigens, alles Disziplinen in denen ich die Mitarbeiter von BARBOZA schon besiegt habe. Spaß bei Seite…tatsächlich habe ich von den BARBOZA Sportlern schon viel gelernt…jetzt muss ich es nur noch anwenden.

blog_studiosteve_05Astrid im legendären Herakles Gym Lüdenscheid

Wie siehst du die Beschleunigung der Kommunikation durch soziale Medien? Fluch oder Segen für die Fotografie? 

Schwierige Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt! Soviel lässt sich aber sagen… wir können an dem „Fortschritt" nichts ändern und müssen deshalb lernen damit zu leben und vor allem damit zu überleben. Es ist halt alles viel schnelllebiger geworden. Es gibt unendlich viele Menschen, die in dem Bereich unterwegs sind und viele sind dabei auch verdammt gut. Heute hat jeder die Möglichkeit, sich kreativ auszuleben und das ist auch gut so! Es ist schon geil jeden Tag soviel kostenlosen Input zu bekommen. Das hätte es vor 10 Jahren…zu Zeiten von Myspace noch nicht gegeben. 

blog_studiosteve_06Jane in Lüdenscheid

Du bist selbst sehr aktiv auf Instagram, Spaß oder Mittel zum Zweck?

Sowohl als auch! Ich würde mich als Oldschool mit Hang zur Moderne bezeichnen. Ich glaube, dass es heute unglaublich wichtig ist präsent zu sein und zu unterhalten. Leider bin ich oft zu faul und hole mir dann einen Arschtritt von meinem Assi Max ab. Damit hat er in der Regel auch recht, man sollte die Möglichkeiten, die einem geboten werden nutzen, das allerdings wie immer mit einer gehörigen Portion Spaß.

Hast du Tipps für angehende Fotografen? Worauf kommt es an? 

Schult euer Auge… das ist das Wichtigste. Eine gute Kamera oder ein gutes Model machen noch keinen guten Fotografen. Nur wenn du einen Sinn für Ästhetik hast kann aus dir ein ganz Großer werden!

blog_studiosteve_07Sofia in Miami

Wo sollte das nächste BARBOZA Shooting sein? 

Südafrika, Südamerika, Asien … die Liste ist lang. Wichtig ist eigentlich nur Sonne und Wärme. Also am besten weit weg von meinem Studio.

Bekommen wir zum 50. Shooting ein Geschenk? 

Nein.

Na gut - vielen Dank für das Interview, Steve.

Mehr über Steve und seine beeindruckenden Aufnahmen erfährst du auf studio-steve.de. Regelmäßige Updates, coole Einblicke in seinen Alltag und sehr unterhaltsame Stories gibt es auf Intagram & Facebook. Unbedigt abchecken und abonnieren.