02-11-16

Goeerki über die YouTube Szene

Athletes
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Man muss sich nicht lange in der deutschen YouTube-Fitness Landschaft umhertreiben, um auf Goeerki zu stoßen. Als einer der ersten in Deutschland, versorgt er seit nun einem halben Jahrzehnt seine Zuschauer mit nützlichen Infos. Wir trafen uns nach seiner Afrika-Reise mit dem authentischen Sympathieträger der deutschen YouTube-Fitness-Szene in seiner Heimat. Im Ruhr-Pott. 

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Du kommst ursprünglich aus Hagen/Herdecke im Ruhrpott. Vermisst du die Heimat ab und an? Und falls ja, was fehlt dir am meisten?
Vor Allem die Menschen. Die sind immer direkt, locker und einfach in allen Belangen. Das findet man in Deutschland sonst kaum irgendwo. Man vermisst diesen „Ruhrpott-Flair“. Ansonsten sind natürlich noch Familie und Freunde da, weshalb ich inzwischen auch wieder öfter dort bin.

Du bist einer der ersten deutschen Fitness YouTuber. Wie entstand die Idee vor einem halben Jahrzehnt?
Ich habe zu dem Zeitpunkt Medienwirtschaft studiert und wollte einfach einen Fitnessblog erstellen. Die Zuschauer der Videos sollten im Grunde dadurch auf den Blog aufmerksam werden, zumal YouTube alleine damals die heutigen Möglichkeiten gar nicht bieten konnte. Aber die Videos bekamen stetig mehr Aufmerksamkeit als die Blogs und so hat sich das Ganze halt Entwickelt.

Da dein Channel nun schon eine Weile existiert, hast du viele Entwicklungen in der „Fitness-Szene“ beobachten können. Was war oder ist deiner Meinung nach die gravierendste?
Ich denke nicht, dass man es insgesamt unbedingt negativ werten muss, aber damals haben viele einfach nur Tipps und gute Ratschläge weitergeben wollen. Auch ohne jeglichen finanziellen Hintergedanken. Das war zu Beginn auch kaum möglich. Inzwischen fangen aber viele gerade wegen des Geldes an. Man hat bei vielen irgendwie das Gefühl, dass jedes Video einen Verkaufsabschluss erwirken soll. Andererseits finde ich es durchaus positiv, dass man mit der Reichweite, die man sich über Jahre hinweg aufgebaut hat, noch besser Tipps und Hilfe an die Menschen weitergeben kann. 

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Bald geht es für dich zum ersten Mal auf die Bühne. Hast du dir ein festes Ziel gesetzt?
Im Moment ist das noch sehr einfach. Ich esse gerade ziemlich viel, aber die harte Realität holt mich spätestens in der Diät dann ein. Ich denke mal, dieses Jahr darf ich noch ordentlich essen und dann zum Frühjahr hin wird die Diät beginnen. Unbedingt zu gewinnen habe ich mir jetzt nicht vorgenommen, sondern mir eher das Ziel gesetzt, das Beste für mich persönlich raus zu holen. Ähnlich wie beim Training auch, will ich einfach meine Bestleistung toppen ohne mich mit Anderen zu vergleichen. Wie ich dann am Ende abschneide, werde ich dann sehen.

Berlin, LA, Südafrika. Du bist relativ viel auf Achse. Wie kannst du dabei dein Trainingsvolumen aufrechterhalten und dich adäquat ernähren?
Da muss man sich natürlich Prioritäten setzen und akzeptieren, dass für ein paar Tage etwas Anderes einfach wichtiger ist. Fitness und der Fitness-Lifestyle ist schon ein großer Teil meines Lebens, aber in gewissen Momenten gibt es Wichtigeres für mich. Vor Allem wirft mich eine Woche nicht wahnsinnig weit zurück.

Was strömt momentan während deinen Workouts durch deine Kopfhörer?
Ich habe eigentlich sogar eine eigene Playlist bei Spotify. Die setzt sich im Grunde zusammen aus amerikanischem HipHop. Da ist sowohl der neue Kram, als auch Oldschool HipHop mit 2Pac, Biggie etc. mit dabei. Hin und wieder laufen aber auch Klassiker wie Limp Bizkit, wenn man mal mehr Energie braucht.

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Was sind 5 Dinge ohne die du dich ungern auf Reisen begeben würdest?
Meistens versucht man sich fitness- und ernährungstechnisch abzusichern. Dementsprechend erkundigt man sich im Voraus nach Trainingsmöglichkeiten und durch meinen Supplement Sponsor habe ich auch ein Paar Döschen die ich dann mitnehme. Ansonsten gibt es nicht wirklich was Großartiges, da man sich immer irgendwie arrangieren kann.

Du warst dieses Jahr in einem afrikanischen Waisenhaus tätig. Welche der vielen Erfahrungen die du dort machen konntest, hat dich am meisten geprägt?
Viele reden immer darüber wie schlecht es den Menschen dort geht und dass sie nichts zu Essen haben.  Wenn man aber tatsächlich mal selber da ist, begreift man dann das tatsächliche Ausmaß und kann es nachvollziehen. Im Grunde ist es auch viel schlimmer als man vorerst erwartet und spätestens dann fragt man sich weshalb sich eigentlich niemand darum kümmert, wenn 3- bis 4-Jährige HIV-positive Kinder Haferbrei aus einem Becher kratzen, damit sie nicht verhungern. Das sind Regionen, in denen die Menschen einfach vergessen wurden und für die sich keiner interessiert, obwohl man schon mit ganz simplen Dingen helfen kann.

Womit vertreibst du am liebsten deine Zeit, wenn du gerade nicht arbeitest oder trainierst?
Natürlich Essen! Falls das zählt? Wenn man in Berlin lebt, kann man sehr sehr gut Essen gehen. Ansonsten gehe ich gerne mal raus um 'ne Runde beim Spazieren abzuschalten, spiele auch mal FIFA oder gucke mir abends als Dortmund-Fan die Bundesliga an.

Folgt Goeerki auf seinem Youtube Channel und findet ihn bei Instagram. Mehr über das Afrika Projekt erfahrt ihr hier.

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